Go Club Schaffhausen
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05.02.2012

Spiel des Lebens

1970 hat der Mathematiker John Conway sein Spiel des Lebens, basierend auf der Automaten-Theorie von Stanisław Marcin Ulam, entworfen. Das Spiel des Lebens ist nicht wirklich ein Spiel als mehr ein Automat. Genauer gesagt ist es ein zellulärer Automat auf einem 2-Dimensionalen Raster. Vor einem halben Jahr hörte ich das erste Mal davon am Rande eines Vortrags an einer Flash-Tagung. Als ich vor kurzem in einer Dokumentation wieder darauf stiess, erklärt Conway, wie er mit einem Freund nach einem einfachen spielerischen System suchte auf einem Raster mit weissen Steinen bei dem es nur wenige Regeln gibt. Natürlich dachte ich sofort an Go. Er fand heraus, dass es mit nur 4 Basisregeln (Go hat auch 4 Regeln), irgendwie angelehnt an die Natur, möglich war eine Vielfalt an komplexen Abläufen und Strukturen zu erreichen. Seine bis heute einfache und populäre Umsetzung eines solchen System bringt faszinierendes zum Vorschein. Es simuliert auf eine Weise das Leben auf Biologischer Ebene. Darum auch der Name des Spiels. Die 4 Regeln sind folgende:

  1. Eine tote Zelle mit genau drei lebenden Nachbarn wird in der Folgegeneration neu geboren.
  2. Lebende Zellen mit weniger als zwei lebenden Nachbarn sterben in der Folgegeneration an Einsamkeit.
  3. Eine lebende Zelle mit zwei oder drei lebenden Nachbarn bleibt in der Folgegeneration lebend.
  4. Lebende Zellen mit mehr als drei lebenden Nachbarn sterben in der Folgegeneration an Überbevölkerung.

So sieht das dann aus wenn aus bestimmten Anfangsformen eine Iteration erzeugt wird:

 

Es gibt diverse Formen die interessante Resultate hervorrufen. Gewisse Formen stagnieren und verändern sich nicht, sind also statisch. Der bekannteste ist wohl der Glider der sich fortbewegen kann und somit wie ein primitives Lebewesen anmutet. Es gibt aber auch Formen die oszilierend sich über eine gewisse Anzahl Schritte verformen und sich dann endlos wiederholen, oder auch Formen die schnell sterben. Es ist möglich mit einer 4-6 Zellenform ein Ablauf von über 1000 Iterationen zu erstellen. Es gibt sogar Anfangskonstellationen welche oszilierend andere bewegende Formen wie zb "Glider" generieren oder abschiessen können. Andere wiederum können solche Glider auffressen und leben selber sogar weiter. Die Möglichkeiten sind enorm und faszinierend zu studieren.

Glider Kannone:

Mehr Informationen zu Conway's Spiel des Lebens gibt es tonnenweise.

Es gibt auch diverse Programme und Browserbasierte Umsetzungen des Spiels:

 


von Philipp am 27.02.2010 | Kommentare (2)
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Kommentare

Lo
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inverse
Reply #2 on : Sun March 21, 2010, 22:10:41
Geiles Zeugs! Irgendwie erinnert's mich an den Moment wo ich meinem Gegner letzthin eine grosse Gruppe rausgeschalgen habe. Das ist ja immer recht anstrengend die Menge Steine vom Brett wegzuklauben. Also ich nehm die Steine raus und dann lehne ich mich ein bisschen zurück und dann sag ich mir so im stillen "Eh, sieht ja mal ganz anders hier aus diese Partie ;)".
delafuente74
Posts: 2
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Conway
Reply #1 on : Sat June 18, 2011, 23:15:46
John Conway was a true genius
Last Edit: July 15, 2011, 21:08:20 by philipp  


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